Wenn Bits und Bytes gestohlen werden

Die IT-Forensik oder auch Computer-Forensik bzw. Digitale Forensik ist ein Teilgebiet der Forensik. Die IT-Forensik behandelt die Untersuchung von verdächtigen Vorfällen im Zusammenhang mit IT-Systemen.

Die Feststellung durch Erfassung, Analyse und Auswertung digitaler Spuren in Computersystemen ist ein wichtiger Bestandteil der Forensik. Die Untersuchung von computerbezogenen Verbrechen (Netz- bzw. Servereinbrüche, etc.) spielt in der heutigen Zeit eine nicht zu unterschätzende Rolle.

13 Prozent aller Delikte von Wirtschaftskriminalität im vergangenen Jahr betrafen Know-how-Verluste durch Weitergabe von Informationen, heißt es in einer Studie der Result Group. Der Datenverlust und -verrat zählt damit, neben Diebstahl, Unterschlagung, Untreue und Betrug zu den häufigsten Risiken für Unternehmen.

Diese Gefahr werde vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen unterschätzt, sagt Steffen Salvenmoser, Experte bei der Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Laut einer PwC-Studie wurde 2003 und 2004 fast jedes zweite deutsche Unternehmen (46 Prozent) Opfer einer Wirtschaftsstraftat. Viele kehren das unter den Teppich – aus Angst vor Imageschäden.

Bei der Entlarvung von Tätern kommt die sogenannte IT-Forensik zum Einsatz. Spezialisten in diesem Bereich haben mittlerweile eine ausgefeilte Technik für die Aufklärung und Beweisführung im Verdachtsfall: Per Software können gelöschte Dokumente auf Computern verdächtiger Mitarbeiter wiederhergestellt werden.